So liegt das Hochzeitsessen nicht schwer im Magen

Wenn man miteinander Hochzeit feiert, dann gehört dazu meist auch das gemeinsame Essen. Etwas Besonderes ist es sicher, aufwändig und liebevoll zubereitet und reichlich von allem. Wer möchte da schon Verzicht üben? Mal abgesehen davon, dass es doch so gut schmeckt….! Doch oft bleibt es ja nicht bei dem einen reichhaltigen Hochzeitsessen, wer zum engeren Kreis der Hochzeitsgesellschaft gehört, der freut sich vielleicht auch schon auf den Junggesellenabend mit seinen festen und flüssigen Leckereien. „Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen“ sagt ein Sprichwort. Wenn man sich an einige einfache Regeln hält, kann man unangenehmen Folgen aus dem Weg gehen und wenn man doch einmal leiden muss, gibt es einige wirkungsvolle Hilfsmittel.

Sinnvoll auswählen

Sodbrennen und Völlegefühl werden meist ausgelöst durch zu viel zucker- oder fetthaltiges Essen. Wenn an Feiertagen eine Mahlzeit der anderen folgt, so hat unser Magen Probleme, alles gut zu verarbeiten. Wichtigstes Prinzip sollte daher sein, Mahlzeiten gezielt abzugrenzen. Auch ein üppiges Festessen kann genossen werden, wenn zwischendurch nicht immer „nachgeladen wird“. Ein Stückchen Schokolade hier, ein Glas Limonade dort und Häppchen zwischendurch – das muss nicht sein. Wer bei den kleinen Extras konsequent Nein sagt, schont seinen Magen. Natürlich dürfen Sie sich ein Stück Hochzeitstorte nicht entgehen lassen, aber es muss ja dazu nicht auch noch die Schwarzwälder Torte sein…. Ein herzhafter Braten oder so manche reichhaltige Soße liefern zwar oft eine ordentliche Portion Fett, aber  wenn die Beilagen sinnvoll gewählt werden, bereitet auch die fettigste Gans kein Unwohlsein. Gekochte Kartoffeln statt Pommes oder Kroketten und leichtes Gemüse statt schwerem Rohkostsalat aus Kraut oder Paprika helfen dem Verdauungssystem. Als Dessert muss es dann nicht auch noch eine Mousse sein, wenn Sie die Wahl haben, statt dessen zu Obstoder einer Joghurtspeise zu greifen. Wenn Sie Gastgeber sind, so sollten Sie bei der Zusammenstellung des Menüs darauf achten, dass Ihren Gästen immer eine Alternative zu den (zugegebenermaßen  sehr leckeren!) süßen und fetthaltigen Kalorienbomben bleibt. Auf zuckerhaltige Getränke zum Essen sollte unbedingt verzichtet werden.

Und der Verdauungsschnaps?

In Maßen hat auch das eine oder andere Glas Alkohol durchaus einen ernährungswissenschaftlichen Sinn. Der berühmte Aperitif vor dem Essen hat den Sinn, die Produktion des Magensaftes anzuregen, was durch die Bitterstoffe geschieht, die in typischen Aperitifs enthalten sind. Der Digestif, der Hochprozentige nach dem Essen, kann das Fett löslicher machen und unterstützt somit die Galle. Aber: Immer in Maßen, denn zu viel Alkohol wiederum belastet den Körper mehr als es ihn unterstützt. Alkoholfreie Getränke sollten ausgiebig getrunken werden, denn der Mageninhalt wird durch viel Flüssigkeitszufuhr verdünnt und leichter verdaulich. Nach Möglichkeit sollte auf kohlensäurehaltige Getränke verzichtet werden, um empfindliche und beanspruchte Mägen nicht noch stärker zu belasten.

Im Fall der Fälle

Wenn das Essen sich dann doch durch Beschwerden rächt, so helfen oft einfache Hausmittel wie Kamille oder Kümmel krampflösend oder Anis, Kümmel oder Fenchel bei Blähungen. Abführmittel sollten mit Bedacht eingesetzt werden und, falls nötig, pflanzlicher Natur sein. Bei Sodbrennen helfen Präparate mit Kalziumkarbonat, die überschüssige Säure im Magen zu binden. Auch ein Glas Magermilch tut manchem Magen gut, andere schwören auf eine Tasse Pfefferminztee oder alternativ einige Tropfen Pfefferminzöl, die man auf der Zunge zergehen lässt.

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