Schleier, Hut, Fascinator: Der Kopfschmuck macht die Braut erst perfekt

Ein Brautkleid kann noch so wunderschön und überwältigend sein – einige Accessoires sind trotzdem unverzichtbar. Neben passsenden Brautschuhe sind dies oft elegante Handschuhe und ein ein kleiner Bolero oder eine Stola für die etwas kühleren Momente. Ein ganz besonderes Augenmerk liegt aber unzweifelhaft ganz oben: Was soll den Kopf schmücken? Ein traditioneller Schleier, ein kecker oder eher klassischer Hut, ein Diadem oder ein schwebendes Irgendetwas – „Fascinator“ genannt? Bei der Auswahl gilt es verschiedene Kriterien zu berücksichtigen.

Ein Hauch von Nichts: Der Brautschleier

Ein sonst üblicher Modegrundsatz, schlichte Kleidung mit herausstechenden Accessoires zu kombinieren und umgekehrt, ist bei Brautkleid und Schleier außer Kraft gesetzt. Hier gilt im Allgemeinen das Gegegenteil: Zu einem schlichten  Hochzeitskleid ein einfach gehaltener Schleier: Zu einem klassisch geschnittenen Satinkleid passt kein verspielter, bauschiger Spitzenschleier. Der macht sich gut zu einem Kleid im Prinzessinenstil mit Rüschen oder Schleifen. Wenn das Kleid aus glattem Stoff ist, empfiehlt sich ein Schleier aus feinem, schlichten Tüll. Dass beides von der Farbe her absolut übereinstimmen sollte, dürfte selbstverständlich sein: Schneeweißes Kleid und Brautschleier in Eierschale oder Creme, das beißt sich. Aber man sollte sich nicht täuschen lassen: Ein Schleier sieht zusammengelegt vom Farbton her oft anders aus als er später angezogen wirkt. Deshalb vor der Kaufentscheidung immer beides komplett zusammen anprobieren!


Die Ursprünge des Schleiers liegen darin, dass er Gesicht, Hals und Schultern der Braut züchtig verhüllen sollte. Ein Zeichen der Jungfräulichkeit und Unberührtheit. Manche Bräute verwenden  einen Schleier heute noch dazu, das freizügige Dekolleté in der Kirche damit leicht zu bedecken. Ob der Schleier kurz, bodenlang oder sogar so ausufernd ist, dass Sie Schleierträger brauchen, ist Ihrem persönlichen Geschmack überlassen und hängt natürlich auch vom Schnitt des Kleides ab: Ein Brautkleid, das vorne kürzer geschnitten ist und hinten bis auf den Boden reicht, wirkt mit kürzerem Schleier wesentlich aparter als mit einem langen, den Sie hinter sich herziehen. Und bedenken Sie bei der Wahl Ihres Schleiers: Sie werden ihn etliche Stunden tragen! Überlegen Sie also gut, was Sie damit so alles vorhaben und wie der Verlauf des Tages und Abends geplant ist. Ein langer Schleier, den Sie bei vielen Aktivitäten über den Armen zusammengerafft tragen müssen, wird schon bald lästig; ein kurzer Schleier, der nur die Schultern umspielt und bis zum Rücken reicht, ist während des ganzen Abends ein netter Schmuck, ohne groß zu stören.

Gut behütet in die Ehe: Ein Hut zum Brautkleid

Als moderne Alternative zum Schleier hat sich der Hut zwar nicht zum rüschenbesetzten, wallenden Brautkleid durchgesetzt und wird es sicher auch nie tun: Das passt dann doch nicht zusammen. Doch eine Braut, die ein schlichtes Kleid zur Hochzeit wählt oder vielleicht mit einem schicken Anzug den Gang zum Standesamt antritt, freut sich auch über die Möglichkeiten, die ein Hut bietet. Groß oder klein, romantisch verspielt oder klassisch streng, verziert mit Tüll und Perlen oder glatt aus Seide – Bei den Hüten gibt es fast noch mehr Auswahl als bei den Schleiern.  Ein Hochzeitshut ist auch oft die Wahl einer Braut, die in Tracht oder einem festlichen Dirndl vor den Altar tritt. Bei dieser Kleidung verbietet sich ein Schleier von selbst. Doch ein farblich und stilistisch passender Hut macht auch ein volkstümliches Brautkleid zu einer runden Sache.

Der Fascinator: Ein faszinierendes Etwas

Seit der Hochzeit von Prinz William und seiner Kate weiß wohl jeder, dass es noch etwas Gewagteres und Auffallenderes gibt als einen Hut: Noch wochenlang sprach man über den Fascinator, den Beatrice Mountbatten-Windsor zu diesem Anlass auf ihrem Kopf trug. Ein undefinierbares Gebilde, das man einfach nicht ignorieren konnte. Nicht jeder Fascinator ist derart bizarr und wenn er als Brautschmuck getragen wird, so wird er meist weniger ausgefallen gewählt. Spitze, Tüll, Perlen, Bänder, Federn – manchmal sind es kleine, zierliche Stücke, die in die Frisur gesteckt werden und nur ein kleiner Eyecatcher sind, manchmal dominieren Sie die Frisur. Sie sind ein Alternative zum Hut, die sich selbst in Ascot, dem gesellschaftlichen Hutereignis in England schlechthin, so zunehmender Beliebtheit erfreuten, dass die ehrwürdige Kommission, die über die strengen Sitten wacht, sie jetzt für den angegrenzten Innenbereich der High Society sogar verboten hat – die Hutpflicht soll dort nicht aufgeweicht werden. Doch Sie als Braut haben alle Freiheiten der Welt: Wenn Sie faszinieren wollen – warum nicht?

Diademe, Bänder, Ketten, Zöpfe – alles, was sonst noch schmückt

Gehören Sie zu denen, die den Kopf lieber frei halten wollen? Nur nichts aufsetzen, das die Bewegungsfreiheit irgendwie einschränken könnte? Lieben Sie den Minimalismus? Oder sind Sie so stolz auf Ihre wunderbare Haarpracht, dass sie selbst Ihr bester Schmuck ist?  Dann setzen Sie doch nur ein paar Highlight durch das Hineinstecken von Perlen oder Blumen – wer denkt da nicht sofort an die wunderschöne Erscheinung der Kaiserin Sissi? Apropos Kaiserin: Einmal prinzessinengleich durch die Menge schreiten – wie wäre es damit? Mit einem Diadem auf dem Kopf können Sie sich diesen Traum an Ihrem Hochzeitstag erfüllen!

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