Perfekt gefalteter Hauch von Eleganz: das Einstecktuch

Nach 40 Jahren ist das Einstecktuch als modisches Accessoire wieder ans Licht gekommen. Zu den verschiedensten Anlässen werden die unterschiedlichsten Einstecktücher getragen. Die Kreationen reichen von einfachen Materialien und Falttechniken bis zu edlen Materialien und extravaganten Falttechniken. Mit einem passenden Einstecktuch, das übrigens auch Pochette genannt wird, kann man einen wunderschönen neuen Farbakzent setzen, dem Outfit eine besondere Note verleihen und die eigene individuelle Kreativität zeigen. Ein Einstecktuch wie es hier zu sehen ist wird heute nicht mehr nur zu besonderen Anlässen wie natürlich auch einer Hochzeit getragen sondern auch zum legeren, lässigen Outfit. Die Zeit der 08-15-Männerbekleidung ist vorbei.

Verschiedene Materialien für unterschiedlichen Anlässe

Möchte man die einfachste Form eines Einstecktuchs verwenden, dann kann man problemlos zum gut gestärkten weißen Taschentuch aus Leinen greifen. Für den Bräutigam ist das anlässlich seiner Hochzeit dann aber wohl doch meist nicht angemessen. Farblich passende Tücher aus feiner Seide werden bei solch besonderen Anlässen und Festivitäten benutzt. Dabei sollte man auf eine gute Qualität des Seidentuchs achten und auf handrollierte Ränder. Zu vielen Krawatten gibt es heute beim Kauf gleich ein passendes Einstecktuch aus Mikrofaser dazu. So ein Set sichert die Harmonie zwischen Tuch und Krawatte. Ein Könner im Falten kann auch mit einem edlen Wolltuch arbeiten. Für Unsichere gibt es auch auf Pappe fixierte Einstecktücher. Schöner ist es natürlich ein selbst gefaltetes Einstecktuch.

Die passende Falttechnik fürs Einstecktuch wählen

Einstecktücher sollten zwischen 30 x 30 und 50×50 cm groß sein. Großteils richtet sich die Falttechnik nach dem gewählten Material, aber auch nach dem Anlass für die Wahl des Anzugs, Smokings oder der Kombination. Seidentücher werden gerne mit der Bauschfaltung in Szene gesetzt. Dafür ergreift  man mit Daumen und Zeigefinger die Tuchmitte und zieht diese nach oben bis das seidene Einstecktuch locker nach unten hängt. Nun kann man das Tuch in der Brusttasche zurechtzupfen. Gemusterte Tücher wirken so richtig edel.

Vom Rechteck bis zur Krone

Die amerikanische oder Rechteckfaltung (Flat Poquet Square) wird auch James-Bond-Faltung genannt. Die Kante schaut dabei gerade und knapp über die Brusttaschenkante. Das ist die klassische und etwas konservative Falttechnik. Für einen Theaterbesuch oder einen Abendtermin nutzt man gerne die einfache Dreiecksfaltung (Open Corner Up). Der geübte Einstecktuch-Träger wagt sich dann auch schon mal an die doppelte Dreiecksfaltung (Two Corner Up) mit zwei überlappenden Dreiecken. Das sieht super zum legeren Sport- oder Tweedsacko aus. Der Könner wagt sich an die eleganteste Form, die Kronenfaltung (Three Corner Up). Damit schmückt sich der Bräutigam und der Frack- oder Smokingträger. Ein bisschen Übung macht den Meister.

Autorin: Manuela Gehrke

Comments

  1. Krawatten says:

    Das Einstecktuch zur Krawatte sollte nicht fehlen. Mir gefällt es, wenn die Krawatte nicht identisch mit dem Einstecktuch ist. Auch wenn sich nur das Material unterscheidet der Look wirkt dadurch authentischer.

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