Casual, Smart Casual, Business Casual – Was trägt der Mann, wenn der Dresscode zur Hochzeit nicht feierlich ist?

In der Einladung zur Hochzeit oder zum Polterabend steht „Dresscode: Smart Casual“ – und jetzt? So mancher Mann blickt ratlos in seinen Kleiderschrank und fragt sich: „Was bitte heißt Smart Casual? Muss ich mich also nicht festlich kleiden, sondern kann in den geliebten Jeans und Turnschuhen erscheinen? Damit sehe ich echt smart aus…“. Wir schauen einmal genau hin und erläutern die kleinen Unterschiede zwischen Casual, Smart Casual und Business Casual beim Dresscode für den Herren.

Ungezwungen, locker, leger

Die Dresscodes, die das Wort „Casual“ beinhalten, sind ursprünglich nicht für private Feiern entstanden, sondern werden zumeist im geschäftlichen Bereich, bei Firmenevents und Empfängen in öffentlichem Rahmen verwendet. Mittlerweile nutzen aber auch viele Brautpaare diese Definitionen, um den Gästen ihre Wünsche für den Dresscode zur Hochzeit zu vermitteln. Wer ein großes, rauschendes Fest feiern möchte, signalisiert mit dem Hinweis „Um festliche Kleidung wird gebeten“ zumeist, dass die Gäste sich bitte „so richtig in Schale werfen“ mögen. Wer auf Cut, Smoking und Co. weniger Wert legt und vielleicht viele Bekannte unter den Hochzeitsgästen hat, die sich derart herausgeputzt vermutlich nicht wohl fühlen würden, greift in seinen Hochzeitseinladungen zu Begriffen wie Casual oder Smart Casual. Der englische Begriff Casual steht für ungezwungen, locker, leger.

Auch der Casual Look muss dem Anlass angemessen sein

Doch auch wenn mit dem Kleiderstil Casual eine gewisse Lässigkeit erlaubt und gewünscht ist, heißt das nicht, dass man zur Jeans greifen darf, die nach dem gestrigem Kneipenbesuch noch über dem Stuhl im Schlafzimmer hängt. Eine Hochzeit ist und bleibt trotzdem eine besondere Feier und diesem Anlass sollte auch bei der Wahl der Kleidung zur Hochzeit Rechnung getragen werden. Ob Jeans oder nicht Jeans hängt von der Differenzierung Casual, Smart Casual und Business Casual ab, doch auf jeden Fall sollte die Hochzeitskleidung sich von dem unterscheiden, was Mann im Alltag schon des Öfteren getragen hat. Ein neues Hemd, eine schicke neue Hose sind in einem schicken Fashion Online Shop wie Conleys schnell und unkompliziert bestellt und können dann nach der Hochzeitsfeier im Alltag wunderbar weiter getragen werden. Doch schauen wir wie versprochen auf die kleinen Unterschiede der lockeren drei Dresscodes für Männer:

  1. Dresscode Casual

Bei „Casual“ haben wir es mit der lockersten Kleiderordnung zu tun, die als Dresscode vorgegeben werden kann. Man könnte auch von sportlichem Kleidungsstil sprechen. Hier darf Mann auf Anzug und Krawatte verzichten – er sollte es sogar, da er sonst Gefahr läuft auf der Feier overdressed zu wirken. Ein Freizeithemd und eine schlichte Hose sind dem Anlass entsprechend, auch zum Poloshirt oder T-Shirt und zur Jeans zur Hochzeit darf man greifen. Allerdings sollten eventuelle Muster und Aufdrucke nicht zu „wild“ wirken. Wer sich angezogener fühlen möchte, darf auch gerne zu einem lässigen Jackett oder einem Feinstrickpullover zum Überziehen greifen. Modische Sneakers sind ebenso passend wie schlichte Lederschuhe. Auch unauffällige Turnschuhe sind gestattet, aber die abgewetzten Lieblingsturnschuhe müssen es nicht unbedingt sein…

  1. Dresscode Smart Casual

Das Wörtchen Smart gibt dem Casual Look einen kleinen formalen Touch. Normale Jeans und T-Shirt sollten im Schrank bleiben. Ein lässiger Alltagsanzug mit offenem Hemdkragen ist ebenso erlaubt wie eine Edeljeans oder eine Baumwollhose mit Poloshirt und sportlichem Sakko darüber. Auf eine Krawatte können Sie verzichten. Slipper, Sneakers oder schlichte Lederschuhe ergänzen die Smart Casual Kleidung zur Hochzeit. Vorsichtshalber erwähnen wir es explizit, auch wenn es eigentlich selbstverständlich sein sollte: Offene Schuhe (Sandalen oder Flip-Flops) sind ebenso tabu wie weiße Tennissocken oder kurze Hosen.

  1. Dresscode Business Casual

Den Zusatz „Business“ sollte man hier höher gewichten als das „Casual“ und sich kleiden, als ginge es zu einer wichtigen Außer-Haus-Verabredung mit dem Chef. Ein dunkler Anzug und ein einfarbiges, allenfalls dezent gemustertes Hemd sind die Grundlage dieses Kleidungsstils, der den Spagat zwischen leger und formal versucht. Keine Jeans, kein T-Shirt sind erlaubt, andererseits dürfen Sie auch beim Business Casual auf eine Krawatte verzichten. Worauf Sie nicht verzichten sollten, sind aber dunkle Socken. Miami-Vice-Stil mit Blick auf nackte Herrenknöchel wäre ein Faux-Pas. Ebenso übrigens wie Turnschuhe oder Lederhose.
Sollten Sie noch immer verunsichert sein, wie lässig denn ein Casual Look sein darf, dann beherzigen Sie den Tipp, der hier im Handelsblatt zum Thema Dresscode zu lesen ist: Im Zweifelsfall immer etwas förmlicher. Lieber einen Blazer überziehen, den man dann später ja immer noch ablegen kann.

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